1984

Wie alles begann

In der Gewerbeschule durfte ich 1984 einmal einen Rechner der Universität Bern besichtigen. Der Lehrer druckte auf einem 9-Punkt Matrixdrucker ASCII-Grafiken aus - ich war schwer beeindruckt.

ASCII-Art

ASCII-Art
5.25 Zoll Disketten

5.25 Zoll Disketten

1989

Commodore Amiga

Als Ende der 80er der Commodore Amiga auf den Markt kam, kaufte ich mir so einen und stellte bald einmal fest: abgesehen vom Betriebssystem war da nicht viel drauf. Auf meiner Suche nach Futter für die Kiste stiess ich auf Miklos Daszkel (Miki), der in Ins einen Public-Domain-Versand betrieb. Heute muss man erklären was das bedeutet:

Damals gab es noch kein Internet und die wenigen Computershops, welche Amiga-Material im Sortiment hatten, führten maximal 10 teure Programme (Für: Büroverwaltung, Datenbank, Antivirus, Spiele). Es gab aber etliche Freaks, welche aus Spass mit dem Amiga programmierten, Anwendungen, Spiele, Musik, Multimedia-Demos, Animationen und Grafiken erstellten. Es war üblich, solche Werke dem Herausgeber einer "Public Domain Serie" zu übergeben. Dieser kopierte die Daten auf Disketten und verkaufte diese zum Selbstkostenpreis. Public-Domain Händler wiederum kopierten sie ihrerseits für ihre Kunden weiter, so dass die Inhalte "rasch" und weit verbreitet wurden. Die Inhalte waren immer kostenlos, bezahlt wurde nur die Diskette, plus eine kleine Kopiergebühr. Das ermöglichte den Produktiven, eigene Arbeiten zu verbreiten und Usern, sehr günstig an vielfältiges Material zu kommen. Miki und ich freundeten uns schnell an und ich kam durch ihn jeweils in den Genuss, aus hunderten von Disketten die jeweiligen Perlen zu erhalten. Beide wurden wir auch Mitglieder der AUGS, Amiga User Group Schweiz.

Amiga Computer

Microspot Prospekt, ca. 1990
Amiga Workbench

Amiga Workbench
5.25 Zoll Disketten

3.5 Zoll Disketten

ab 1990

Swiss-soft-PD-line

Ich begann meinerseits auf dem Amiga zu zeichnen, zu programmieren und mit 4-Kanal Soundtrackern Musik zu komponieren - dies allerdings mit wenig Erfolg :-). Es machte mir aber einen Riesenspass, aus den einzelnen Werken eine Art "Show" zusammenzustellen. Bald schon hatte ich eine eigene Diskette fertig und wollte diese natürlich anderen zeigen. Also gründete ich eine eigene Public-Domain-Serie unter dem Namen "Swiss-soft-PD-line" (insgesamt 29 Disketten) und später PLASMA (10 Disketten). Dies führte dazu, dass ich schon bald erste Aufträge erhielt, Shows für Firmenpräsentationen zu erstellen. Wohlverstanden: mit einem PC konnte man damals unter MS-DOS nur Büroarbeiten machen - die Shows mit dem Amiga, aufgenommen auf Videokasetten, waren deshalb für Firmen eine kleine Sensation.

Luchs, mit 32 Farben

handgepixelter Luchs
Logo, 1995

Logo für Keny's Bar
Deluxe Paint

Deluxe Paint 2

Anlässlich eines freiwilligen Zusatzkurses "Programmieren mit Basic" der Gewerbeschule, fand ich heraus, dass mir das struktuierte Denken sehr liegt. Mit dem Amiga programmierte ich in der Folge "ASTROLOGIC", eine Software, welche vielfältigste astrologische Berechnungen durchführen und grafisch ausgeben konnte. Das Programm lief unter dem Begriff "Shareware". Es konnte in eingeschränkter Form kostenlos verwendet werden. Um den vollen Umfang zu nutzen, brauchte man einen Code, welcher bei mir erworben werden konnte. So sicherte ich mir damals einen netten Nebenverdienst. Das Shareware-Prinzip ist heute übrigens als "In-App Kauf" bestens bekannt.

Logo, 1995

20MB externe Festplatte

1992 -1997

Novell-Netzwerkadministration

Durch meine privaten Informatik-Aktivitäten durfte ich bei meinem damaligen Arbeitgeber Fischer Electric AG bald mithelfen, das firmeneigene Novell-Netzwerk zu betreuen. Anton Bolliger zeigte mir Server, Tools und wie das Ganze funktionierte. Als er das Geschäft ein paar Jahre später verliess, oblag mir die operative Verantwortung des Netzwerks. Damals konnte man als System-Administrator noch verkünden: "am Freitag Nachmittag gibt's keine PCs, da muss ich den Server updaten und warten". Heute müssen solche Arbeiten nachts um 3 Uhr durchgeführt werden, um ja niemanden einzuschränken. Wie haben sich die Zeiten geändert.

Novell Netware

Novell Netware 4
MS DOS 3.1

MS-DOS 3.1

1995

HTML

Durch die AUGS kam ich ca. 1995 erstmals in Kontakt mit E-Mail, HTML und Internet. Mit HTML liessen sich Text und Grafik auf Seiten zusammenfügen, welche man dann auf einem Server ablegen und einem Browser anschauen konnte. Wow. In der Schweiz gabe es schon einzelne solche Webseiten und ich erkannte rasch, dass hier alles zusammen lief, womit ich mich bisher befasst hatte: Präsentation, Gestaltung, Texten, Programmieren... schon bald hatte ich meine eigene Homepage.

psc.ch Anim 1996

Animation ab der ersten Website.
Peter Schütz Computergrafik, ca. 1997

1997 - 2001

Webmaster SRK

1997 machte ich den Schritt in die Informatik und trat eine neue Stelle an, als erster Webmaster vom Schweizerischen Roten Kreuz. Hier fand ich mit dem +net (Crossnet) Intranet bald die Grenzen statischer Webseiten und begann mit der Realisierung erster kleiner Datenbanklösungen, heute als CMS, Content Management System bekannt.

2001 ff

psc Peter Schütz Informatik-Dienstleistungen

Den Schritt in die Selbständigkeit wagte ich schliesslich im Jahr 2001 und habe es bis heute keine Sekunde lang bereut.

Uralte Projekte

EHC Biel Match-Multimedia 1994 - 97
EHC Biel Match-Multimedia
1994 - 97
Pool Billard Club Biel 1997-2002
Pool Billard Club Biel
1997-2002
Amazing Flirts 1998-2003
Amazing Flirts
1998-2003
Peters Nite Club 1998
Peters Nite Club
1998 -1999
LABI 99 - Skilager der Stadt Biel 1999
LABI 99 - Skilager Biel/Bienne
1999